Kloster Gethsemani

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Unser "Biotop"

"Wie gut, dass ihr eure Wiese vor dem Haus noch nicht gemäht habt!" - das haben wir oft gehört. Wir wollten sie auch unbedingt stehen lassen, damit die Blumen aussamen können und Tiere Nahrung finden. Mähroboter kommen bei uns ebenso wenig zum Einsatz wie Blasgeräte. Denn was uns mehr Arbeit macht, ist ein Gewinn für Tiere und Umwelt.

Mittlerweile bietet die Wiese mit den hohen dürren Grashalmen von weitem vielleicht keinen schönen Anblick mehr, aber aus der Nähe ist sie bunt und voller Leben: Da tummeln sich die Schmetterlinge, Schachbrett und Kleiner Fuchs, Kohlweißling, Zitronen- und Perlmuttfalter, zusammen mit Hummeln, Bienen und anderen Insekten, zwischen Margariten, Flockenblumen, Luzerne, Rotklee, Ehrenpreis und Labkraut, darunter auch Heilpflanzen wie Frauenmantel, Schafgarbe, Spitzwegerich, Johanniskraut oder Blutwurz - ein reiches Feld zum Teepflücken!

Für Tee und als Gewürzkräuter haben wir in den Terrassen am Berghang auch Zitronenmelisse und verschiedene Sorten Pfefferminze. Sie vertragen sich gut mit zwei Sauerkirschbäumchen und Johannis- und Stachelbeersträuchern. Über die freuen sich natürlich auch unsere Vögel, die wir das ganze Jahr über füttern: Kohl-, Blau- und Haubenmeise, Grasmücke, Baumläufer, Grünfink, Dompfaff, Stieglitz, Specht, Kleiber... Der melodische Gesang der Amseln kündet uns den Frühling an, während der Eichelhäher ein herrlich buntes Federkleid trägt, aber "rätscht" wie eine Karfreitagsrätsche.

Eine besondere Freude machen uns zur Zeit die Ringeltauben: Sie haben in den hohen Mahoniensträuchern in einer Hausecke zwei Junge ausgebrütet!

Unsere beiden kleinen Ringeltauben